Temperaturstrategien bei der Produktion von Beet- und Balkonblumen


Martin Altendorfer, Anger, D

Unser Betrieb liegt im schönen Berchtesgadener Land mit Blick in das Paradies. Die Philosophie die wir leben lautet dahin gehend, dass wir nur ganz kurz Gast auf unserer schönen Erde sind und so verhalten wir uns auch. Wir möchten dass unsere Nachkommen auch noch eine intakte Umwelt vorfinden.

Deshalb habe ich vor ca. 18 Jahren alle chemischen Pflanzenschutz(gifte)mittel her geschenkt und seit dieser Zeit produzieren wir nur mehr mit Mitteln die uns die Natur zur Verfügung stellt. Da wir seit dieser Zeit auch keine Stauchemittel mehr haben, versuchen wir von der Natur zu lernen, beobachten und die Erkenntnisse in unseren Betriebsablauf einzubauen. Wir arbeiten mit extremen Absenken der Temperaturen, trockenhalten der Pflanzenbestände und verschiedene mechanische Behandlungen, um kompakte Pflanzen zu produzieren. Das geht so weit dass wir verschiedene Pflanzen sogar völlig, ab einer bestimmten Pflanzengröße, im Freien fertigkultivieren. Surfinien z. B. haben wir schon bei minus 10 Grad draußen gehabt und sie haben es ohne Schaden überlebt. Ich bin der Meinung dass Pflanzen die nicht ständig mit Chemie traktiert werden einfach viel robuster und vitaler sind, deshalb können wir mit unseren Pflanzen an Grenzen herangehen die mit konventioneller Power-Produktion nicht möglich ist. Da wir auch Gemüse anbauen haben wir uns entschlossen nach Demeter Richtlinien zu produzieren. Wir sind der erste Betrieb der Zierpflanzen nach diesen strengen Richtlinien Produziert. Durch die Temperaturabsenkung haben wir auch sehr niedrige Heizkosten und im Düngebereich liegen wir auch weit unter dem Wert als wir noch konventionell auf gedüngt haben.

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